Faszination Rennrad - der ROADBIKE-Podcast

Faszination Rennrad - der ROADBIKE-Podcast

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00:00:08:

00:00:14: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Faszination Rennrad, dem Podcast des Roadbike Magazins.

00:00:21: Wenn ihr die Folge am heutigen Tag des Erscheins hört dann wundert ihr euch vielleicht.

00:00:25: es ist doch gar nicht Montag, es ist Mittwoch der dritte Juni.

00:00:28: wenn ihr aber echte Fahrradentusiasten seid dann wisst ihr heute ist Weltfahrradtag.

00:00:32: Happy World Bicycle Day also an euch alle.

00:00:36: Und ja, das wollen wir uns mal zum Anlass nehmen um über ein Thema zu sprechen was vielleicht vom klassischen Rennradfahren ein bisschen weiter weg ist.

00:00:46: Was aber trotzdem eine sehr große Bedeutung hat nämlich über die Initiative World Bicycle Relief und dazu begrüße ich Lena Kleine-Kalmer bei uns im Podcast.

00:00:58: Hallo Lena!

00:00:59: Hallo zusammen freue mich hier zu sein.

00:01:02: Lena, du bist Teil des Teams von World Bicycle Relief.

00:01:08: Das haben viele vielleicht schon mal gehört.

00:01:10: Magst du ganz, wie sagt man High Level sagen?

00:01:15: Was ist diese Initiative und was ist eure Mission?

00:01:21: Ich bin Teil des World Bicicle Relief Teams in Deutschland.

00:01:26: Wir haben ein kleines Fundraising-Team, aber es ist eine globale Organisation mit Büros auf allen Kontinenten tatsächlich.

00:01:36: Eine internationale Hilfsorganisation mit einem sozialunternehmerischen Ansatz und wir arbeiten mit Fahrrädern die Menschen mobilisieren in ländlichen Strukturschwachen gegen vor allen Dingen Sub-Sahara Afrika.

00:01:51: Dafür haben wir eigens einen Fahrrad entwickelt Das Buffalo Fahrrad.

00:01:55: Und das wird dort in Programmen für Bildung gesundheitliche Gesundheit und wirtschaftliche Entwicklung zu den Menschen gebracht, die sonst kaum andere Transportmöglichkeiten haben.

00:02:07: Und es funktioniert einerseits über Spenden, wie wir in unseren Fundraising Ländern und Märkten einsammeln aber auch über eine Shopstruktur, die wir in den Ländern vor Ort aufbauen wo Menschen oder auch andere Organisationen, Unternehmen die Räder kaufen können und dann einsetzen können.

00:02:29: Das ist vielleicht so kurz wie es geht aber wir gehen ja noch...

00:02:33: Ich wollte sagen ins Detail gehen wir noch ein.

00:02:37: Ich muss sagen und vielleicht gibt's auch vielen anderen Hörern so ich habe von den Initiative ich würde sagen vielleicht vor so zehn ... zwölf Jahren mal gehört, da gab es im Profi Radsport das Team MTN Kubeka.

00:02:49: Oh ja!

00:02:50: Unter anderem Mark Havenisches für das Team gefahren... ...Geralt Tio Leck ist dafür gefahren die haben auch Etappen bei der Tour de France gewonnen und das war ein südafrikanisches Team.

00:03:01: und in dem Zusammenhang ist man vielleicht als Renneraten hört auch schonmal über dieses World Bicycle Relief gestoßen dass es da eben der Radsports diese Missionen hat oder auch die Fahrradwelt diese Mission hat, da eben Dinge zu verbessern und den Menschen vor Ort über das Fahrrad einfach ein besseres gerechteres Leben zu ermöglichen.

00:03:27: Das stimmt!

00:03:28: World Bicycle Relief ist mittlerweile zwanzig Jahre alt.

00:03:31: wir haben gerade Jubiläum gefeiert Und zu der Zeit, über die du sprichst.

00:03:36: vor zwölf Jahren ungefähr waren World Bicycle Relief und Quebecer tatsächlich noch unter einem Dach zusammen und haben auch in Südafrika gearbeitet.

00:03:44: Und Quebecer also das Team, das Profiteam an sich hat halt sehr viel Awareness dafür geschaffen für unsere Arbeit.

00:03:52: ein paar Jahre später nicht nicht allzu lang danach haben wir allerdings getrennte Wege eingeschlagen Und das hängt einfach damit zusammen, dass World Bicycle Relief sich entschieden hat Südafrika nicht mehr als Programmland zu halten.

00:04:07: Das hatte verschiedene Gründe, können wir gerne auch später nochmal drüber sprechen.

00:04:12: Wir sind mittlerweile in sieben anderen Programmländern aktiv.

00:04:16: Es ist dann ausschließlich so in Afrika... ich benutze jetzt mal den Begriff Dritte Welt Länder oder seid ihr auch... Ich könnte mir auch vorstellen Südamerika Asien.

00:04:25: da gibt es ja auch Regionen die wahrscheinlich von der klassischen Infrastruktur ein bisschen abgeschnitten sind und wo auch als Entwicklungsland bezeichnen kann.

00:04:36: Ja, es ist tatsächlich so.

00:04:39: den Bedarf nach Mobilität und einfacher Mobilität als Lösung.

00:04:45: Den gibt es weltweit.

00:04:46: Weltweit spricht die Weltbank davon dass circa eine Milliarde Menschen Wir nennen das Mobilitätsarmutleben.

00:04:54: Das heißt weit entfernt von Infrastruktur, vom öffentlichen Verkehr.

00:05:00: Teilweise tatsächlich einfach nur zu Fuß gehen können und Schulen, Märkte, öffentliche Institutionen erreichen können.

00:05:09: Also dem Bedarf gibt es sicher weltweit.

00:05:12: wir fokussieren uns in unserer Arbeit vor allen Dingen auf Sub-Sahara Afrika.

00:05:15: da sind sechs unserer Länderbüros Ein Land in Südamerika dazugenommen, das ist Kolumbien und haben dort im Norden von Kolumbian zur Grenze zu Venezuela Programme gestartet.

00:05:29: In der Region Laguachida die tatsächlich ähnliche Bedingungen hat wie viele afrikanische ländliche Regionen.

00:05:39: Wir wollen ja heute auch noch darüber sprechen wie man diese Initiative vielleicht als Rennradfahrer unterstützen kann.

00:05:46: da wollen wir auch noch zukommen.

00:05:48: vorab die Frage Wie bist du?

00:05:49: ... zu der Rolle gekommen, wie bist du Teil von dem Team bei World Basketball Relief geworden?

00:05:57: Ja.

00:05:58: Es war irgendwie ein ganz natürlicher Gang.

00:06:01: Ich habe vor... ja lange ist es sehr mehr als zwölf Jahren.

00:06:07: Vor dreizehn Jahren habe ich meinen damaligen Job gekündigt und mir einen Lebenstraum verwirklicht mit meinem damaligem Partner zusammen.

00:06:17: Und wir sind anderthalb Jahre auf Fahrradweltreise gegangen, hauptsächlich in Osteuropa und dann Zentral- und Südamerika.

00:06:27: Und haben diese ganze Tour als Fundraiser für World Bicycle Relief damals gemacht.

00:06:33: Damals waren wir die ersten Europäer, die noch sehr amerikanisch geprägte Organisationen unterstützt haben also... über unsere Social Media Kanäle in Zusammenarbeit mit Sponsoren, für die wir Artikel geschrieben haben, Produkte getestet haben.

00:06:48: Haben ja einfach das Thema World Bicycle Relief und Mobilität in Afrika mit reingebracht und so spenden gesammelt über die gesamte Zeit.

00:06:56: Und als wir zurück kamen, hatte meine damalige Chefin Kristina gerade das Deutsche Fundraising Büro eröffnet und wir haben uns kennengelernt, sie brauchte Unterstützung.

00:07:09: So ging das irgendwie von einem ins nächste und ja ich war wirklich genau am richtigen Ort.

00:07:16: einfach so diese Arbeit auch dann professionell weiterzuführen in das deutsche Fundraise Büro und den europäischen Markt im Allgemeinen mit aufzubauen.

00:07:26: Das war eine super spannende Zeit sehr leidenschaftliches Arbeiten.

00:07:31: Ja genau!

00:07:32: Und seitdem sind viele weitere Radfahrer in die Supporter-Community gekommen, haben die verschiedensten Aktionen gemacht und Spenden gesammelt um wirklich in so einer weltweiten Bewegung, in der wir mittlerweile unterwegs sind dieses Thema voranzubringen.

00:07:56: Ich muss gestehen, ich bin jetzt in so Fundraising und Charity-Bike-Events selber nicht so... Also ich habe da nicht den Einblick wie das genau funktioniert.

00:08:06: Wie muss ich mir das vorstellen?

00:08:08: Du hast jetzt, ich sage einfach mal gesagt, ich fahre jetzt hier dreitausend Kilometer durch Osteuropa.

00:08:16: Wer sind dann die Leute, die da spenden?

00:08:19: Wenn du jetzt da dreitausan Kilometer fährst Dann läuft es dann so, dass zum Beispiel ich das mitbekomme und sage hey finde ich eine coole Aktion.

00:08:26: Und für jeden Kilometer den die Lena da fährt gebe ich zehn Cent.

00:08:29: irgendwo hin oder wie

00:08:31: gibt kann man genau so machen.

00:08:34: liegt natürlich bei jedem selbst der Ansätze oder Modelle zu entwickeln, wie das besonders gut für einen selbst funktioniert.

00:08:43: Da sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.

00:08:46: Es ist ganz Ja, im Grunde genommen ganz einfach dass wenn ich mich als Lena hinstelle und sage hey Ich finde diese Initiative super.

00:08:56: Und ich möchte echt mit Fahrrädern was anders mehr in der Welt bewirken als nur das was es für mich bedeutet Sammel' ich Spenden ein entweder in Form von zum Beispiel Kilometer Unterstützung jetzt Das kann man wunderbar bei Rennen oder so machen.

00:09:15: Oder zu sagen, unterstützt mich mit dem was ihr könnt oder anstatt Geburtstagsgeschenke möchte ich Spenden sammeln?

00:09:26: Ich frage meinen Arbeitgeber, könntet ihr euch unter anderem vorstellen das zu unterstützen?

00:09:32: Es gibt natürlich für jede Spende eine Spendengwittung.

00:09:34: deswegen ist es auch für Unternehmen interessant.

00:09:38: wir haben bei uns auf der Website die Möglichkeit für Supporter, dass sie sich eine eigene Spendenseite anlegen können.

00:09:46: Das ist dann direkt mit unserem Spendenkonto verknüpft und so kann man das Ganze auch wunderbar digital machen und über Social Media Push'n Links teilen.

00:09:57: Seine eigene Geschichte, die eigene Motivation dort zum Beispiel aufschreiben... Videos mitverdinken oder was auch immer man für Materialien einbinden möchte.

00:10:06: und dann fragt mal eigentlich sein Netzwerk, ob das jetzt die Freunde und Familie sind?

00:10:10: Oder wenn ich ein gutes Business-Netzwerk habe andere Kunden oder eben befreundete Unternehmen.

00:10:19: Was auch immer einbindet und ja einfach um Unterstützung fragen und dann steht dahinter ein automatisierter Prozess dass jeder der online spendet auch direkt eine Spendenquittung bekommt das mit einreichen kann.

00:10:34: Stimmt es nicht?

00:10:34: Es

00:10:34: funktioniert in dem Bereich, wir arbeiten natürlich auch zum Beispiel direkt mit Unternehmen zusammen in Unternehmenskooperationen.

00:10:44: Wir arbeiten mit Stiftungen und so weiter.

00:10:48: Aber das ist jetzt vor allen Dingen der Bereich Fundraising, wir nennen das Peer-to-Peer Fundraining.

00:10:54: Das eigene Netzwerk aktivieren Deine Idee mit zu unterstützen und es geht im Endeffekt natürlich.

00:11:02: Ganz oft darum ist auch meine eigene Erfahrung die Leute um dich herum, die finden toll was du machst weil sie dich auch toll finden oder weil sie eine Beziehung zu dir haben.

00:11:13: Du stehst dann für ein Thema ein aber im Endefekt spenden die Menschen auch Weil sie dich kennen weil sie dir vertrauen nicht unbedingt weil sie die Organisation so gut kennen sondern weil du da stehst und ich als Person ... als Lena in meinem Fall mich da hinstellen und sage, ich finde das gut.

00:11:29: Ich habe das recherchiert.

00:11:31: Ich stehe dahinter.

00:11:32: Bitte unterstützt mich mit meinem Vorhaben... ...und damit aber auch den größeren

00:11:36: Zeug.".

00:11:38: Ich hab tatsächlich jetzt noch gar nicht so an diese... Du hast gerade so Geburtstagsgeschenk Anlass gedacht.

00:11:45: Man denkt du wie immer so okay dann muss ich jetzt irgendwo Fahrrad fahren oder auf ein Fahrrad-Event veranstalten,... ...aber es kann ja wirklich aus der Fahrradbarbe rausgelöst.

00:11:53: Also ich weiß nicht wie oft... Kann alles sein!

00:11:55: Geht ja glaube ich auch viele Menschen so, die sagen mit zu ihren Eltern, Partnerinnen, Partner.

00:12:00: So... Ich will gar nichts zum Geburtstag haben weil ich eh nicht weiß was ich haben will beziehungsweise was sich haben will kaufe ich mir eh selber.

00:12:07: wenn ihr irgendwie etwas Gutes tun wollt dann spendet doch hier fünf Euro.

00:12:11: Ja

00:12:12: genau also da da haben wir auch wirklich schon die schönsten Beispiele über die gesamte Zeit gehabt.

00:12:19: Das sind auch nicht alles Fahrradfahrer, ich meine das Thema Fahrrad liegt nahe.

00:12:23: da ist so der natürliche Klick da.

00:12:27: aber wir haben viele Schulen die uns zum Beispiel unterstützen oder ganze Dorfgemeinschaften die bei ihren Dorffesten Bier ausschenken und dass an uns schicken oder anstatt von Trauergrenzen bei einer Beerdigung werden wird gespendet.

00:12:47: Es gibt wirklich da alles ungefähr, von groß bis klein, von Corporate bis nicht und da sind wir für alles offen.

00:12:59: aber das Thema Fahrrad liegt natürlich auf der Hand und wir haben glaube ich vor allen Dingen im privaten Spenderbereich Die größte

00:13:19: Fahrrad-Community einfach.

00:13:28: Da kommt die Werbekarawane!

00:13:40: Erweiterung seiner Autosync-Funktion vorgestellt.

00:13:43: Und zwar wenn ihr eine Einheit verändert, also ihr der App zum Beispiel sagt oh ich fühl mich heute nicht so gut.

00:13:49: Ich hätte lieber den leichteren Tag oder ich habe heute die Beine meines Lebens und ich will heute richtig hart in der Walle fahren dann könnt ihr das ja enjoying relativ einfach anpassen und dann wird das Ganze in Sekundenschnelle auch jetzt auf euer Gerät synchronisiert.

00:14:05: Also ein bereits geplantes Training, wenn er das ändert Ja, blitzschnell umgestellt.

00:14:11: Ich finde das ziemlich cool weil ich kenne es manchmal, ich stehe dann vor der Haustür und will irgendwie losfahren, will das Workout starten und dann ist das aber irgendwie doch nicht das was ich jetzt eigentlich fahren wollte.

00:14:21: Muss da wieder hoch in die Wohnung muss dann wieder alle Geräte im WLAN miteinander verbinden alles ein bisschen umständlich.

00:14:29: mit der neuen Autosinkfunktion klappt das alles ein bißchen einfacher und ein bisschen geschmeidiger.

00:14:34: Und jetzt weiter mit der Podcastfolge.

00:14:39: Das war die Werbekarawane ... dode Frage ab, wie viel kann man spenden?

00:14:43: Gibt es einen Mindestbetrag oder... ... kann man schon mit einem Cent unterstützen.

00:14:48: Der bringt natürlich nicht soviel aber...

00:14:51: Ja also jeder Euro zählt auf jeden Fall!

00:14:54: Jeder Euro kommt an.

00:14:58: Ein Cent macht tatsächlich nicht so viel Sinn weil wenn du den online spendest dann ist davon schon wieder ich weiß nicht wie viele Prozent geht dann schon wieder für die Abwicklung drauf.

00:15:07: Aber natürlich

00:15:10: jeder einzelne Euro.

00:15:12: Dann lass uns doch vielleicht mal so auf die Wirkung in der Praxis nenn ich es mal.

00:15:18: Also, was passiert mit dem, was World Bicycle Relief vor Ort in diesen Ländern macht?

00:15:26: Ich habe schon gesagt, also quasi Mobilität schaffen durch Fahrräder.

00:15:31: Ich stelle mal am Anfang die ganz ... Vielleicht doofe Frage warum ausgerechnet Fahrrädern?

00:15:40: Leute mit Autos zu unterstützen, ist wahrscheinlich schwierig.

00:15:42: Weil Autos sind A sehr teuer, müssen B sehr stark gewartet werden und C brauchst du natürlich ein Verkehrsnetz was fürs Auto ausgelegt ist.

00:15:50: Mit dem Fahrrad kommt man natürlich einfacher irgendwo anders lang aber es gäbe auch andere Möglichkeiten wahrscheinlich Mobilität zu supporten.

00:15:57: warum?

00:15:57: Warum ist das Fahrrad so mächtig in solchen Regionen, in solchen Ländern?

00:16:04: Ja!

00:16:04: Das Fahrrad ist natürlich erstens ein nachhaltiges Transportmittel als es ein einfaches Transportmittel.

00:16:13: Das Rad, was wir entwickelt haben ist an sich auch ganz einfach hergestellt.

00:16:18: und der Schritt man kann sich das vorstellen als Mobilitätspyramide.

00:16:23: Der Schritt zwischen ganz unten sage ich mal die einzige Form des Transports laufen und Ware auf dem Kopf tragen oder alles was ich bei mir habe auf dem Rücken oder Kopf tragen dann zum Unterschied auf den Fahrrad zu steigen.

00:16:39: Und wenn ich mir dann vorstelle, die nächsten Schritte in der Pyramide sind eventuell Motorrad-Autoflugzeug.

00:16:46: Primajet?

00:16:47: Ja genau so und weiter.

00:16:49: aber dieser erste Schritt von ganz unten nur die eigenen Füße auf ein Fahrrad zu kommen was relativ einfach zu finanzieren, zu produzieren und vor allen Dingen zu implementieren dann auch ist und nachhaltig zu warten, ohne eine Abhängigkeit von Brennstoff und so weiter.

00:17:09: Da können wir den größten Unterschied machen.

00:17:12: Das heißt der Impact am größten.

00:17:14: Und danach haben wir geguckt.

00:17:16: In dem Zuge erzähle ich eigentlich ganz gerne die Entstehungsgeschichte von World Bicycle Relief vor zwanzig Jahren bis in mehr als zwanzigerjahren mittlerweile.

00:17:26: Die verdeutlicht das eigentlich ganz gut.

00:17:28: warum das Fahrrad?

00:17:32: Es geht alles zurück auf den Tsunami in Südostasien im Jahr zwei Tausend Fünf.

00:17:37: Du erinnest dich daran, Weihnachten Zwei Tausends Fünf kam auf einmal die Nachricht von der großen Welle in Südsost Asien.

00:17:44: Das muss ich klug scheißen!

00:17:44: Ich glaube es war Zweitausend Vier aber ja... War ein Zweitaushalb

00:17:48: vier Ende und Anfang Zweitausend fünf genau ging es dann los dass du hast vollkommen recht.

00:17:55: Unser Gründer Ehepaar das ist FK Day und seine Frau Lea Miesbach-Day.

00:18:04: FK ist auch Gründer von SRAM, deswegen gibt es da eine Verbindung.

00:18:12: Die haben sich damals gedacht wir wollen hier helfen Katastrophenhilfe eigentlich und sind nach Sri Lanka gereist gemeinsam.

00:18:22: Lea ist Dokumentarfotografin und wollte das begleiten.

00:18:30: Ja, wir wollen vor Ort selber schauen wo wir unsere Spende.

00:18:34: Hat er echt Geld eingesammelt aus der Fahrradindustrie?

00:18:36: Da waren viele große Brands auch noch dabei.

00:18:40: Wo wir unsere spenden hier unterbringen?

00:18:41: die haben jetzt gar nicht an Fahrräder gedacht sondern sind dort hin und haben mit Hilfsorganisation gesprochen um zu schauen wo wollen wir das Geld einsetzen?

00:18:50: da ging es dann um Kerrpakete medizinische Unterstützung Wasserversorgung was auch immer.

00:18:57: sie sind selber dort rumgereist, haben mit vielen Menschen und auch Organisationen gesprochen.

00:19:04: Und FK wurde eigentlich ziemlich schnell klar was die Menschen hier brauchen ist Mobilität.

00:19:10: Die wollen wieder zurück an die verwüsteten Küstenstreifen, sie wollen wieder selbst aufbauen ihre verwüstete Dörfer.

00:19:16: Kinder wollen wieder in die Schule gehen.

00:19:19: Die wollten im Tun sein.

00:19:20: das Problem war dass die Wege kaum zu überbrücken waren.

00:19:25: Zu Fuß war es zu lang mit dem Auto kam man oft nicht durch aufgrund der Verwüstung.

00:19:30: Sie wollten Materialien transportieren und selbst was tun, auch nicht abhängig von den Hilfsorganisationen sein.

00:19:37: Und da hat er dann die Entscheidung getroffen, wisst ihr was?

00:19:40: Wir machen hier keine Care-Pakete sondern wir investieren in Fahrräder eigentlich das, was wir hier alle am besten kommen, wo wir herkommen...

00:19:46: Kein Geschäfte!

00:19:48: Ja und dann hat er sie einfach angeschafft und in Indien damals angekauft und dann über Strukturen von einer anderen Hilfs-Organisation an die Menschen übergeben und in Programme implementiert.

00:20:03: Das war eine One-off Geschichte, die sind zurück zu Business as usual.

00:20:09: aber schon wenige Monate später kam World Vision das damals die Hilfsorganisation auf ihn zu meinte es ist Wahnsinn was die Räder hier ermöglichen für die Menschen?

00:20:20: Eine Unabhängigkeit der Radius, der Bewegungsradius und Transport.

00:20:28: So einen Impact haben wir eigentlich selten gesehen und wir möchten euch ermuntern, mehr damit zu machen.

00:20:34: Könnt ihr euch vorstellen das Ganze vor allen Dingen nach Sub-Sahara Afrika zu bringen?

00:20:38: Dort kämpfen wir jeden Tag als internationale Organisationen mit den Menschen gemeinsam dafür Wege zu überbrücken und eigentlich ist das Fahrrad doch die simpelste und naheliegendste Lösung Und konnten ihnen dann tatsächlich überzeugen dass er im Jahr zwei Tausend Fünf, eben nach dem Tsunami dort das erste Programm in Sambia gestartet hat.

00:21:03: Das war dann das erste Programmen von World Bicycle Relief.

00:21:12: Ziemlich schnell ging es dann in die Richtung dass er vor allen Dingen mit seinem Know-how aus der Fahrradindustrie gemerkt hat alle Räder die wir hier ankaufen können und den Menschen zur Verfügung stellen können die bringen eigentlich nicht so viel, weil sie schnell kaputt gehen und nicht für die Bedingungen ausgelegt sind.

00:21:32: Für die Menschen, die brauchen keine großen Gewichte transportieren können usw.

00:21:41: Dann hat er sehr schnell die Entscheidung gefällt lasst uns selber einen Fahrrad entwickeln.

00:21:45: Für diese Begebenheiten vor Ort und für die Bedürfnisse der Menschen.

00:21:49: das hat vorher noch nie jemand gemacht.

00:21:51: eigentlich alles was dort im Markt war sind eher so indische oder chinesische relativ günstige Räder und dann wurde das Buffalo Bike geboren sozusagen.

00:22:03: Und bis heute steht euch weiterentwickelt.

00:22:08: Dann lass doch vielleicht dieses Buffalo Bike mal so ein bisschen umreißen oder darauf mal ein bisschen eingehen, ich hatte gerade diesen Gedanken bei den Rädern aus Indien oder China.

00:22:20: die sind ja wahrscheinlich auch für einen Umfeld konzipiert.

00:22:24: Ich stelle mir da jetzt so das typische deutsche Cityrad vor, was man so kennt.

00:22:29: Das ist ja schon für relativ gute Wege Also Asphalt festen Schotter Halbwegs gutes Wetter Konzipiert.

00:22:41: ich stell mir jetzt so in... Ich weiß noch nie südlich, dass er Harra in Afrika, ich war bislang nur in Marokko, es sind auch mal eine andere Welt.

00:22:49: Aber ich stelle mich da sehr feuchte Bedingungen vor gerade im nendlichen Raum keine asfaltierten Straßen, also das heißt schlamm Bodenunebenheiten teilweise auch offroad wo man wirklich unterwegs ist.

00:23:04: Meistens sogar ja.

00:23:06: Also wirklich eine ganz ganz andere Anforderung an das Fahrrad viel viel robuster und wahrscheinlich auch verschleißintensiver

00:23:16: Genau, also wir sprechen hier eigentlich über alle klimatischen Bedingungen außer vielleicht Minusgrade jetzt in Sub-Sahara Afrika.

00:23:24: Aber wir sprechen vor allen Dingen über sandige Wege, schlecht ausgebaute Wegen.

00:23:29: Also das sind ganz oft einfach nur auch Trampelfade, Schlaglöcher steinige Wegel und Sandstürme dann aber in der Regenzeit auch Schlamm und diese lehmartigen roten Erden wie man vielleicht von Bildern kommt, die sind ganz fest.

00:23:47: Wer das schon mal in der Gabel hatte handholt?

00:23:49: Ja

00:23:49: genau!

00:23:52: Also die Bedingungen gehen von bis sehr trocken bis sehr nass in den Regenzeiten.

00:24:01: und genau darauf ein Fahrrad zu konzipieren, das braucht natürlich einen anderen Ansatz als alles, was wir uns hier in Europa vorstellen können.

00:24:13: Und vor allen Dingen natürlich auch in Richtung Stabilität also Warentransport.

00:24:18: Wir kennen glaube ich alle diese Bilder aus ländlichen Regionen in Afrika wo einfach Kiloweise auf dem Kopf getragen wird ob das Wasser ist jetzt vom Boden nach Hause oder Feuerholz oder Ware zum Markt.

00:24:32: Ja Lebensmittel

00:24:33: ja!

00:24:34: Das Buffalo Bike ist dafür ausgelegt, hundert Kilogramm Ware auf dem Gepäckträger zu transportieren plus das Fahrradgewicht dann.

00:24:42: Es ist komplett aus Stahl gefertigt, Stahlrahmen auch aus dem Grund dass man das ja sozusagen noch individuell erweitern kann.

00:24:55: Das machen viele für die eigenen individuellen Anwendungen.

00:24:59: Kann man noch Halterung dran schweißen was auch immer.

00:25:03: Es hat dicke Mountainbike Reifen drauf, also ein gutes Profil.

00:25:08: Dann ist es in sich in der Geometrie halt mit einem Oberrohr.

00:25:13: das haben wir relativ schnell herausgefunden dass die Damenversion wenn du keinen Oberroh hast einfach nicht so stabil sind im wahren Transport.

00:25:21: dann haben wir uns darauf geeinigt ja oder einfach schnell heraus gefunden dass wir Modell arbeiten, was ein gebogenes Oberrohr hat.

00:25:32: So dass der Einstieg auch für kleinere Personen Kinder oder Frauen mit Wickelrücken noch einfacher ist.

00:25:40: Stabile Kette.

00:25:41: Mein Kette bleibt immer ein Verschleißteil.

00:25:43: das muss man dann natürlich irgendwann auswechseln.

00:25:50: Felgen bremsen?

00:25:52: Ja Können wir vielleicht später nochmal drüber sprechen.

00:25:56: Wir werden dieses Jahr eine neue Version des Buffalo Bikes noch mal herausbringen, in dem viel Feedback aus den letzten Jahren eingearbeitet ist und da wird auch ne neue Bremse dran sein.

00:26:07: Ich stelle mir gerade sofort das Buffalo Bike Disc DI-II SLX oder so?

00:26:13: Ja!

00:26:14: In die Richtung.

00:26:18: Im letzten Jahr hat unser Produktentwicklungsteam nach jahrelangem recherchieren und arbeiten.

00:26:26: Und ausprobieren eine eigene Schaltung entwickelt, die sehr einzigartig ist.

00:26:31: Das ist ein zwei Gang Antrieb, zwei Gang, zwei Kettenantrieb.

00:26:36: Das sind quasi zwei Freiläufe mit zwei Kettenblättern nebeneinander gelegt.

00:26:43: Zwei Ketten wo man dann umschalten kann per rückwärts pedalieren Ob jetzt das große Kettenblatt oder das kleine Ketten Blatt im Singlespeed sozusagen läuft.

00:26:54: Es ist wirklich komplett neu und auch aus der Not herausgeboren, dass keine Schaltwerke die es aktuell am Markt gab den Bedingungen standhalten würden plus natürlich auch den Kosten.

00:27:14: also wir brauchen ja immer noch eine Kosteneffizienz in der Produktion dieses Bikes.

00:27:21: Wir bewegen uns immer Zwischenfeld von... Sorry.

00:27:28: Nein, ich wollte dich nicht mehr brechen!

00:27:29: Ich dachte du warst fertig?

00:27:31: Ja, das war ich auch.

00:27:32: Okay.

00:27:34: Ich wollte fragen was kostet dann so ein Fahrrad in der Herstellung wenn man mal so ganz platt fragt?

00:27:40: Wir können für hundert siebenvierzig Euro einen Fahrrad herstellen.

00:27:45: Dann haben wir die Produktionskosten abgedeckt.

00:27:47: Das ist Ja, die wir auch in unserem Fundraising kommunizieren.

00:27:53: Also für eine hundred und vierzig Euro Spende kann man quasi ein Fahrrad finanzieren.

00:27:59: Das ist das Material, die Produktion, die Logistik von dem Rad davon betroffen ist aber nicht dann zum Beispiel mein Gehalt oder unsere also die Organisationskosten, die auch mit den Programmen zusammenhängen.

00:28:15: Aber die Produktion von einem Rad liegt bei hundertundvierzig Euro.

00:28:20: Das ist ein Richtwert, kannst du dir vorstellen.

00:28:23: Also die Preise schwanken auch je nachdem in welches Land wir das dann bringen.

00:28:31: Wir produzieren selber in Südostasien und haben einen Team in Taiwan sitzen.

00:28:37: also wie wir alle wissen fast die gesamte Fahrradindustrie sitzt dort unten und wir sind da ja mit angedockt auf verschiedener Art und Weise zum Beispiel Stell Giant den Rahmen von einem Buffalo Bike her.

00:28:52: Da laufen wir quasi mit, das bringt sehr viele Vorteile was Skalierbarkeit und Anpassungen an den Markt natürlich angeht.

00:29:02: Und dann von dort aus werden die in die verschiedenen Programmländer gebracht, die Einzelteile und wir haben dann Montagesstätten in Kenia, Tanzania, Uganda, Zimbabwe, Malawi, Sambia wo dann eigene Teams also wirklich unsere eigenen ... Leute, die Räder zusammenbauen.

00:29:20: Aber je nach Land sind die Zölle... ...die Einfuhrkosten, die Logistik und so weiter natürlich unterschiedlich.

00:29:25: Also wenn ich jetzt hundred und vierzig Euro sage das sind unsere Produktionskosten aber da ist es noch nicht möglich.

00:29:31: Kommt noch was drauf bist dass wirklich dann bei den Menschen ankommen?

00:29:35: Du hast mir vorab verraten in diesem Jahr einen besonderen Meilenstein erreicht, ... ... zwanzig nämlich eine Million Buffalo Bikes, die verteilt wurden.

00:29:42: also in diesen knapp zwanziger Jahren hast du gesagt.

00:29:45: Ja da sind wir Mächte ich stolz?

00:29:49: Das war wirklich ein Riesenmeilenstein, auf dem wir jetzt die letzten Jahre hingearbeitet haben.

00:29:54: Ja das sind eine Million Räder ist natürlich ne große Zahl.

00:29:59: Es sind aber vor allen Dingen eine Millionen Menschen, die dahinter stehen, die ihr Leben mit diesem Rat aus eigener Kraft verändern konnten.

00:30:07: und man kann sogar noch weitergehen als dass es in den meisten Fällen nicht nur einen Mensch der dieses Rat benutzt, sondern wenn wir uns vorstellen.

00:30:16: Dieses Rad geht in eine Familie.

00:30:17: die Durchnitzgröße von Familien liegen bei mindestens fünf Menschen im ländlichen Afrika und meistens profitiert die gesamte Familie davon.

00:30:27: Wenn das jetzt zum Beispiel über ein Bildungsprogramm in der Schule bekommt einen Mädchen ein Fahrrad bringt das mit in die Familie dann profitieren natürlich auch Geschwister und Eltern davor.

00:30:39: Können ganz grob sagen, es sind eine Million Räder und eine Millionen Menschen.

00:30:44: Veränderte Leben aber vielleicht sogar vier

00:30:48: bis fünf Millionen

00:30:50: Menschen deren Leben bewegt wurden.

00:30:55: Wie muss ich mir das dann vor Ort vorstellen?

00:31:00: Also da ist ja auch so das Thema Bildung spielt ja eine große Rolle und es ist ja wahrscheinlich auch nicht wie bei uns in Europa, wo man als Kind eigentlich im Alter von drei vier fünf Jahren Fahrrad fahren lernt.

00:31:15: Und Thema Frauen und Mädchen wollen wir auch noch drauf eingehen.

00:31:18: die haben ja das sind teilweise auch islamisch geprägte Länder oder generell sehr konservative Länder.

00:31:23: was so die Gleichberechtigung angeht würde ich auch gerne später noch mit dir sprechen was das ausmacht.

00:31:30: aber muss man dann durf gesagt da kriegt ihr so ne Familie ein Fahrrad Die haben aber noch nie auf einem Fahrrad gesessen und müssen auch dann erstmal Fahrrad fahren lernen, oder?

00:31:39: Also könnte ich mir gut vorstellen.

00:31:40: Gibt

00:31:41: es passiert sicher.

00:31:45: Ja also ist natürlich ein großer Anreiz zum Fahrrad lernen.

00:31:53: Es gibt die verschiedensten Begebenheiten kulturelle Einflüsse religiöse Einflüße wie du auch selber gesagt hast.

00:32:03: Wie stellen wir uns das vor?

00:32:04: Ja, also in ländlichen Sambia sage ich jetzt mal.

00:32:10: Ich selbst habe viel Zeit auch in Sambiar verbracht.

00:32:12: Das ist mir sehr vertraut.

00:32:13: Da sind halt die Dorfgemeinschaften im ländlichem Bereich, die sind ganz oft über Kilometer weit ausgebreitet.

00:32:23: da hat man im Zentrum meistens einen Markt irgendein Gebäude wie eine Kirche dass als Kirche genutzt wird.

00:32:32: Eine Gesundheitsstation, also wir sprechen hier nicht von ausgebildeten Ärzten und Equipment

00:32:38: usw.,

00:32:38: sondern das ist ein kleines Haus wo meistens freiwillige teils ausgebundete Krankenschwestern oder Krankenpersonal arbeitet, die oft freiwillig arbeiten und in die weit entfernten Haushalte zu Fuß gehen um ihre Communities zu versorgen.

00:32:57: Es ist meistens so der Kern Und dann geht das bis zu zwanzig dreißig Kilometer.

00:33:02: drum herum Gehören die Menschen zu der Community Die haben dann kleine...die haben Land was sie bewirtschaften Haben halt Leben oft in Lehmhütten manchmal in kleinen Steinhäusern.

00:33:15: Und dann je nach Region sind die Schulen Irgendwo.

00:33:20: die Grundschulen sprechen wir von.

00:33:22: Weiterführende Schulen sind meistens noch weiter weg, irgendwo in dieser Community auch mit aufgebaut.

00:33:29: Das heißt einige Kinder haben Schulwege von bis zu zwölf Kilometer, die sie jeden Morgen zur Fuß gehen müssten.

00:33:36: Manchmal gibt es Straßen und manchmal gibt es Elefantenfade Trompelfade, auf denen Sie morgens gehen.

00:33:42: Also reden wir mal zwölft Kilometer selbst wenn man schnell ist zwei Stunden bis zweieinhalb Stunden vielleicht auch drei eine Strecke

00:33:49: zu Fuß.

00:33:52: Und dann stellen wir uns vor, das sind Kinder.

00:33:55: also ab sechs geht man in die Schule kann ein Kind morgens auch wenn es ältere Geschwister oder andere ältore Kinder noch dabei hat.

00:34:02: morgens um vier oder fünf Uhr müssen sie losgehen dann um pünktlich in der Schule zu sein.

00:34:09: können die das?

00:34:11: Kann man das den zutrauen.

00:34:12: ist das sicher genug?

00:34:15: zum Beispiel mit wilden Tieren oder bei Mädchen ist es leider oft das Thema, dass sie halt wenn Sie zu Fuß gehen auch sehr ja sehr sehr anfällig sind für Übergriffe von älteren Jungs oder Männern.

00:34:31: Währends sie auf dem Fahrrad sind und einfach schneller unterwegs sind an solchen Situationen vorbeifahren können.

00:34:38: Das führt dazu, dass ganz viele Kinder und vor allen Dingen Mädchen einfach sehr viel später erst in die Schule gehen als als Grundschule eigentlich anfangen würde.

00:34:47: Das sehen wir und dass sie die Zeit oder die Kraft und Energie auch einfach nicht haben, um schon früh zur Schule zu gehen.

00:34:56: Und dann gibt es noch die ganzen Aufgaben, die Sie zu Hause erledigen müssen Wasser holen wenn der Brunnen nochmal zwei Kilometer weit weg ist zum Beispiel und Tiere versorgt werden müssen und Feldarbeit also immer so dieser Zwiespalt.

00:35:08: wo investiert In diesem Fall ein Schulkind, aber natürlich auch eine Bäuerin oder ein Kleinstunternehmer.

00:35:16: Die Zeit die sie am Tag zur Verfügung haben in der Zeit von Tageslicht natürlich auch.

00:35:21: Tageslicht ist ja auch ein großer Faktor.

00:35:24: Wo investiert man die?

00:35:25: Und dann sind damit Entscheidungen verbunden.

00:35:27: gehst du in die Schule oder nicht kannst einen Job erreichen oder nicht?

00:35:30: gehst Du zur Gesundheitsstation oder nicht?

00:35:34: Ja und wenn wir da den das Transportmittel Fahrrad reinbringen Können wir halt Zeit sparen, Energie sparen?

00:35:41: Ware transportieren und somit ja den Zugang zu Bildung oder dem Zugang zur Gesundheitsversorgung für Menschen und ganze Familien eröffnen.

00:35:53: Ich habe gerade schon so im Kopf nachgerechnet diese zwölf Kilometer mindestens mal zwei Stunden zu Fuß ich würde sagen mit dem Fahrrad halbiert sich das mindestens Mal also Zwölf kmh würde ich jetzt mal einem Kind auf einem halbwegs ordentlichen Weg zu trauen.

00:36:09: Viele Kinder nehmen dann halt noch andere Nachbarkinder oder Geschwisterkinder hinten mit und je nachdem, wie alt sie sind ist die Schulwegzeit davon abhängig, wie schnell Sie fahren können.

00:36:24: Wir haben natürlich einige Studien in den letzten Jahren auch zur Wirkung der Räder gemacht.

00:36:29: das ist natürlich ein großer Teil unserer Arbeit dass wir selber evaluieren was die Räder bewirken und in einer Bildungsstudie, wo wir genau die Wirkung auf Mädchen untersucht haben, kam raus dass sie im Durchschnitt ein Drittel ihrer Schulwegzeit sparen.

00:36:49: Ein Drittel Ihrer Schulweg Zeit.

00:36:52: es gab über die zwei Jahre der Studie bei neunzehn Prozent weniger Schulabbrüche.

00:36:58: Das passiert halt auch, dass sie dann nicht mehr regelmäßig hingehen oder auf die Schule abbrechen weil es zu schwierig ist.

00:37:04: Das hat sich um neunzehn Prozent verringert und Sie fühlten sich vor allen Dingen auch sicherer auf dem Weg zur Schule, weil sie nicht so angreifbar waren?

00:37:15: Wie macht ihr das vor Ort ich.

00:37:16: mein Fahrrad ist ja haben wir schon gesagt so robustes Buffalo Bike vielleicht auch ist.

00:37:21: trotzdem ist ein Fahrrad einfach im Verschleißteil.

00:37:23: wie stellt ihr sicher das da vor Ort?

00:37:26: die Familien, wenn mal ein Reifenplatt ist.

00:37:28: Wenn mal eine Kette oder eine Bremse verschlissen ist?

00:37:31: Wenn vielleicht auch mal eine Speiche rausbricht?

00:37:33: das sind ja schon teilweise jetzt keine für den geübtem Fahrradmechaniker keine schweren Arbeiten aber für jemanden der ja sonst irgendwie nicht in dieser Fahrrad-Bubble drin ist vielleicht er schon dann Grund ist.

00:37:45: okay ich kann das Fahrrad nicht mehr benutzen.

00:37:48: wie macht ihr es vor Ort dass ihr dafür wie sagt man Reparatur und Wartung?

00:37:53: Ganz wichtiger Punkt und danke für die Frage.

00:37:57: Es ist super wichtig, um die Wirkung und die Programmarbeit nachhaltig zu gestalten nicht nur Fahrräder zu übergeben im Programme zu geben sondern auch für die Strukturen drum herum zu sorgen.

00:38:11: Und das hat verschiedene Komponenten Die die Programm Arbeit.

00:38:18: einmal ganz wichtig wir wollen ein Ökosystem für Fahrradmobilität aufbauen.

00:38:23: Das heißt, wir wollen dafür sorgen dass Mechanikerinnen vor Ort in den Communities selbst ausgebildet werden Zugang zu Ersatzteilen haben und dann auch vor Ort arbeiten.

00:38:36: das heißt In den Communites die für Programme ausgewählt werden kann Die Gemeinde selbst, die Menschen selbst dann Menschen vorschlagen die eine Ausbildung von uns bekommen.

00:38:48: Das wird auch durch Spenden finanziert, dass immer vor Ort Mechanikerinnen dann auch arbeiten, die bekommen eben die Ausbildung können sich damit sozusagen selbstständig machen, ihr eigenes kleines Business aufbauen.

00:39:01: Es hat da nichts mehr mit uns zu tun, sondern arbeiten selbständig, können Ersatzteile von uns beziehen.

00:39:06: und dadurch das vielleicht dreihundert Räder an eine Schule gespendet wurden um die in der Gemeinde gefahren werden haben sie natürlich sofort ihren Markt.

00:39:15: Also da ist er auf jeden Fall dann auch Arbeit.

00:39:19: Das ist ein ganz wichtiger Punkt, wir bauen in den Ländern Shop Strukturen auf.

00:39:24: das ist ja ein großer Fokus in unsere Social Business Arbeit.

00:39:30: also durch die Verkäufe über die wir die Programme mitfinanzieren dass wir Shops aufbauen, die Räder verkaufen und Komponenten verkaufen der Verkäufe wieder zurück in den philandrophischen Anteil unserer Arbeit gehen und die Programme unterstützen.

00:39:50: Das ist eine Sache, es ist aber auch viel Vorbereitung mit den Communities selbst das sind sogenannte Sensibilisierungsmaßnahmen.

00:40:00: vor Ort sprechen unsere Programmmitarbeiter mit den Menschen vor Ort, um eben herauszufinden.

00:40:09: Können die Menschen Fahrrad fahren?

00:40:10: Gibt es andere Räder?

00:40:12: wie wird das wahrgenommen?

00:40:14: Wie sind die Begebenheiten?

00:40:15: Wo ist der größte Nied?

00:40:18: Wer sind die Menschen, die die Rädern erhalten?

00:40:20: Soweit das sind natürlich sehr viele Fragen damit verbunden auch das Thema was du eben angesprochen hast zum Beispiel Mädchen muslimische Mädchen oft so, dass es nicht normal ist, dass sie Fahrradfahren oder Fahrradfahrern schon gelernt haben.

00:40:39: Wie gehen wir dann damit um, dass Sie auch den Zugang dazu bekommen und Fahrrad fahren lernen können?

00:40:44: Es ist also eine ganz wichtige Einbindung der Menschen verurteilt und sich darauf einlassen was eigentlich die Kultur vor Ort ist weil wir kommen nicht dorthin und sagen hier sind Fahrräder und ihr müsst jetzt mobil werden und so funktioniert das sondern Ein Angebot, hier ist ein Tool eigentlich.

00:41:05: Das ist ein Werkzeug für euch und ihr könnt damit machen und es so einsetzen wie das für euch am besten ist.

00:41:10: Es war ganz wichtig in unserer Arbeit eine Kommunikation auf Augenhöhe Und die Verantwortung liegt im Endeffekt bei den Menschen selbst.

00:41:18: Wir kommen nicht uns sagen so und so geht das und dann... ...das ist ein stabiles Fahrrad was wir für diese Gegebenheiten entwickelt haben.

00:41:25: Wie könnt ihr's am Besten ein?

00:41:30: Da kommt die Werbekarawane.

00:41:32: Für euch.

00:41:32: als Podcasteurer haben wir ein besonderes Angebot am Start.

00:41:36: Und zwar könnt ihr zwei Ausgaben unseres Roadbike-Magazins kostenlos lesen, dazu geht ihr am besten auf roadbike.de slash podcast minus abo.

00:41:48: dort könnt ihr euch zwei Ausgaven Roadbike gratis sichern voll mit Tests Trainings Tipps Reisen und vieles mehr.

00:41:56: alles was hier rund ums Rennrad wissen müsst.

00:41:58: Also am besten auf roadbike.de slash podcast minus abo gehen und euch zwei Ausgaben von unserem Roadbike Magazin gratis sichern.

00:42:06: Viel Spaß beim Lesen, viel Spaß mit der weiteren Folge!

00:42:12: Das war die Werbekarawane.

00:42:15: das heißt ich habe es jetzt so verstanden dass wenn jetzt zum Beispiel ein Fahrrad kaputt ist das dann schon die Familie die das Fahrrad besitzt die Reparatur selber bezahlen muss.

00:42:27: das funktioniert nicht über Spenden, dass der Shop dann spendenbasiert einfach die teile austauschen kann.

00:42:36: Also sind wir nicht mehr involviert?

00:42:39: Ich sage jetzt mal ganz normale Marktprozesse, die ihren eigenen Lauf nehmen haben wir keine Kontrolle oder involviertheit und mehr.

00:42:54: Es ist uns wichtig von unserer Seite eben Verfügbarkeit sicherzustellen, dass wir die Komponenten liefern können.

00:43:05: Dass der Bezug da ist – das ist wichtig!

00:43:09: Und es auch in dem gesamten Prozess.

00:43:15: von der Übergabe des Fahrrads, also der Spende des Fahrrats haben wir gelernt über die Jahre.

00:43:21: Ist es wichtig, dass es eine gewisse Art von Gegenwert gibt von den Empfängerinnen?

00:43:26: Und das kann ganz unterschiedlich aussehen.

00:43:28: Es ist oft so, zum Beispiel wenn wir in Schulen Bildungsprogramme unterstützt haben dass dann die Schule von jedem von jeder Familie von jedem Kind was ein Fahrrad bekommen, die mussten fünf Dollar zahlen zum Beispiel und hat die Schule einen Topf und damit können Ersatzteile gekauft werden.

00:43:44: Dann gibt es das in der Schule und die Mechanikerin auch den Bezug zur Schule und wird das als Gemeinschaft geregelt.

00:43:55: sogenannte Study to own Contracts, haben wir das genannt.

00:43:59: Also es ist ein Commitment gibt jetzt von den Schülerinnen zum Beispiel die Schule zu Ende zu führen und dann geht das Fahrrad in ihren Besitz über.

00:44:10: oder Es gibt andere Modelle dass die Schule den besitzt hat von dem Fahrrad und die als Leihgaben ausgibt an die Kinder.

00:44:17: Das haben wir echt viel Experimentiert immer wieder Dinge auch verändert immer wieder evaluiert und guckt was passt Bei Gesundheitspflegepersonal, diese freiwilligen Helfer die ich eben schon mal angesprochen habe.

00:44:31: Kriegen über Gesundheitsprogramme Räder von uns um die Haushalte halt besser zu erreichen mehr Haushalten zu erreichen Mehrzeit zu haben Die verpflichten sich zum Beispiel mindestens zwei Jahre ehrenamtlich zu helfen und dann bekommen sie das Verwandt.

00:44:48: Haben wir viel gelernt über die Jahre und das auch immer wieder angepasst, aber es gibt so einen Gegenwert zu der Spende.

00:44:55: Es ist nicht nur ein Geschenk.

00:44:57: Und wenn man das mitimplementiert dann wächst auch der Wert dieses Gegenstands natürlich.

00:45:04: Wenn du was einfach nur geschenkt bekommst und nichts dafür machen musstest hat weniger Wert als wenn du investiert bist.

00:45:11: Ja, stimmt natürlich ja!

00:45:15: Mir kam gerade zu der Gedanke, wenn sowohl Kinder als auch Erwachsene das Buffalo-Bike nutzen.

00:45:19: Ist es eine Universalgröße und man kann einfach den Sattelhochern runtermachen oder gibt's da wirklich verschiedene Größen für Kinder?

00:45:28: Wir hatten jetzt jahrelang ein Modell mit einer sehr stabilen Sattelsstange.

00:45:39: Ware hinten drauf oder damit fahren konnten.

00:45:41: Es ist allerdings dann immer ein Kompromiss, das ist für kleine Kinder ein Komprimiss weil es doch eher groß ist.

00:45:50: und in der Produktentwicklung arbeiten wir sehr eng mit den Nutzerinnen in den Programmländern vor Ort zusammen.

00:45:59: Wir haben dort sogenannte Testrider Gruppen ausgewählt sind, die dann verschiedene Hintergründe haben oder in verschiedenen klimatischen Bedingungen unterwegs sind.

00:46:11: Aber die vor allen Dingen das Rad sehr stark gebrauchen und an ihr Limit bringen und von denen beziehen wir dann das Feedback regelmäßig.

00:46:22: da werden die Räder dann regelmäßig untersucht gewartet geschaut was passiert hier wenn es ein Milchbauer ist der jeden Tag hunderte Kilo oder Liter Milch in Zusammenstellen bringt.

00:46:37: Und das Feedback über die letzten Jahre war doch ziemlich stark auch auf die Rahmengröße bezogen.

00:46:46: und dass die neuen Modelle, die wir jetzt launchen werden dieses Jahr geben da drauf eine Antwort.

00:46:53: also es wird verschiedene Größen geben.

00:46:57: Ich würde gerne so dieses Thema Frauen und Mädchen nochmal aufgreifen.

00:47:02: Wir haben ja schon gesagt, gerade in sehr religiösen und auch konservativen Rollenmustern, die es da teilweise auch gibt grade was die Frauen angeht.

00:47:14: Das ist ja wahrscheinlich schon dann auch.

00:47:18: oder könnte ich mir vorstellen dass vielleicht nicht alle vor Ort es gut finden wenn auf einmal eine Initiative wie World Bicycle Relief kommt.

00:47:27: jetzt ermöglicht mir den Mädels und Frauen ein besseres Leben.

00:47:31: Also da gibt's ja, könnte ich mir vorstellen auch Widerstände dagegen.

00:47:38: Erlebt ihr sowas auch?

00:47:39: Dass es da seitens der Politik oder der Kirchen oder anderen, anderen Institutionen da, ich sag' mal massive Gegenwehr gegen euer Vorgehen... Ich glaub', massive

00:47:53: Gegenwehre haben wir so ... noch nicht erlebt, aber wir haben schon viel erlebt in den zwanzig Jahren.

00:47:59: Das ist tatsächlich ein Wirkungsziel was wir uns selbst setzen das in unserer eigenen Programmarbeit.

00:48:06: siebzig Prozent der Räder an Frauen und Mädchen übergeben werden.

00:48:10: Das können wir nicht immer und überall erreichen, aber das ist unser Ziel und großer Fokus in unsere Arbeit die Gendergerechtigkeit.

00:48:21: Da kommt es dann wieder auf den Punkt zurück Sensibilisierung, also im Gespräch sein mit den Communities bevor Räder ausgeliefert werden.

00:48:30: Den Menschen selbst sehen lassen was ist der Mehrwert von einem Fahrrad?

00:48:35: Was kann das hier verändern bei uns in der Familie?

00:48:38: und ja das selbst entscheiden zu lassen?

00:48:43: Wir haben also Frauen und Mädchen ein Thema.

00:48:45: Es gibt aber auch andere religiöse Hintergründe.

00:48:50: Zum Beispiel in einer Community mal, wo ich selber war.

00:48:53: In Sambia hat dann ein Pastor im Endeffekt gesagt dass das Buffalo Zeichen auf dem Rad der Teufel ist und Ja, ging der Aberglaube los und da haben sich einige Leute geweigert auf dieses Rad zu steigen.

00:49:15: Und irgendein Kind ist dann mal vom Rad runtergefallen was halt passiert, ne?

00:49:20: Und das muss dann der Teufel gewesen sein!

00:49:22: Also ich glaube es gibt hunderte von Geschichten solche Dinge.

00:49:29: im Endeffekt geht's aber glaub ich immer wieder darauf zurück dass die Menschen selber sehen welche Wirkung welcher wert ... ein Rat bringt und sich selber entscheiden, damit zu fahren oder nicht.

00:49:42: Wir sind nicht diejenigen, die sagen... ..."Ne, euer Glaube ist

00:49:49: falsch.".

00:49:50: Die Räder sind gut, sondern das ist ein Angebot,... ...ein Mobilitätsangebot, ein Werkzeug mit dem sie etwas verändern können in ihrem Leben.

00:49:59: Und die Entscheidung liegt natürlich bei den Menschen selbst.

00:50:03: Ihr habt ja auch im Rahmen des... dieses Ziels, sechzig bis siebzig Prozent Frauen und Mädchen mit Rädern zu versorgen.

00:50:13: Gibt es ja auch von euch die Kampagne Pedal to Empower?

00:50:17: Magst du da grob mal sagen was diese Kampanie umfasst?

00:50:22: Ja das ist unsere Sommerkampagne eigentlich immer um den Weltfahrer Tag herum haben wir jetzt gerade gestartet läuft im Mai und Juni und hat die Idee... unsere Communities und alle Menschen, die Lust dazu haben sich zu beteiligen weltweit aufs Fahrrad zu bringen.

00:50:43: Ganz grob fahrt Fahrrad und kreiert ein Bewusstsein dafür was Fahrrad Mobilität vor allen Dingen für Frauen und Mädchen in ländlichen Entwicklungsregionen bedeuten kann.

00:50:57: Jetzt sind wir im siebten Jahr der Kampagne machen.

00:50:59: das ist das siebte Jahr Und man kann teilnehmen, indem man z.B.

00:51:05: seine Kilometer lockt im May und Juni und sich auf unserer Website registriert und dann die Kilometer dort hoch lädt und jeder gefahrene Kilometer anlockt oder löst aus ein Dollar Spende für unsere Frauen- und Mädchenprogramme weltweit.

00:51:25: Wir haben da einen sogenannten Spendentopf, so ein Matching Pool mit Unternehmen zusammen.

00:51:31: Also ganz verschiedene Unternehmen die sich da committed haben für die Kampagnen gesagt haben wir legen zehn tausend Dollar oder wir legen zwanzigtausend dollar dort rein und den können weltweit Fahrerinnen dann anlocken und sozusagen als Spenden ausschlösen.

00:51:49: das ist unsere Kampagne Pedal to Empower, die wir jedes Jahr um den dritten Juni herum machen.

00:52:00: Darüber hinaus ist natürlich auch jeder eingeladen der mitmacht eine eigene Spendenseite aufzusetzen und das als Fundraising auch selber aufzubauen und zu sagen guckt dass Machtworld Bicycle Relief hier vor allen Dingen für Mädchen und Frauen verraten.

00:52:15: Mobilität in Sub-Sahara Afrika ich möchte dafür auch radeln Das ist meine Spendenseite und die dann mit seinem Netzwerk teilen, wie wir zu Anfang schon drüber gesprochen haben.

00:52:28: Wir packen euch auch den Link zur World Bicycle Relief in die Show Nords.

00:52:33: also wer da sich beteiligen möchte findet es klingt total super.

00:52:37: Wird mir das auch gleich im Anschluss an unsere Aufzeichnung mal zu Gemüte führen.

00:52:41: Wie funktioniert es?

00:52:43: Gebe ich dann einfach irgendwie an Joa Ich bin heute hundert Kilometer Fahrrad gefahren.

00:52:46: oder kann ich das mit meinem Strafer Account koppeln, dass das automatisch synchronisiert wird.

00:52:51: Wie läuft es ab?

00:52:53: Ja auf der Webseite also auf der Kampagnen Seite können wir gerne verlinken.

00:52:58: gibt's zwei Möglichkeiten einmal ich registriere mich um meine Kilometer zu sammeln oder ich registriere mich auch oder beides eine eigene Fundraising Seite aufzusetzen.

00:53:08: Ich glaube ist keine automatische Übermittlung meiner Strava Kilometer Das kann man auf der eigenen fundraising Seite aber machen sondern in diesem Fall ... trage meine Kilometer ein, wie viele ich vertraue.

00:53:23: Vertrauensbasis?

00:53:25: Ja!

00:53:27: Die meisten unserer höheren Hörer sind ja sportliche Rettenradfahrer und Fahrerin Gravelbiker.

00:53:35: Genau wir fahren alle sowieso viel.

00:53:37: Warum kann man da nicht auch mal mit den Kilometern die man da fährt noch was Gutes tun?

00:53:44: Richtig Und gerade jetzt im Sommer werden die Touren hier auch... ... tendenziell länger, auch gerade unter der Woche fährt man abends länger.

00:53:51: Da kommt wenn wir da, weiß ich nicht, ich sag jetzt einfach mal zehn Prozent unserer Höherinnen und Hörer... sich engagieren kommen dann glaube ich schon nennenswert Kilometer zusammen.

00:53:59: Das glaube ich auch genau!

00:54:02: Ich habe das bei mir in meiner Gravel-Gruppe zum Beispiel so gemacht, lass uns rund um den Fahrradtag eine schöne Ausfahrt zusammen machen und dann erzähle ich am Ende beim Kaffee und Kuchen noch ein bisschen was zu Frauen und Mädchen auf Rädern in Subzahara Afrika.

00:54:20: Und dann haben wir alle unsere Kilometer gelockt.

00:54:22: Dann bringt man das Thema so ein bisschen mit rein selber dazu beitragen, dass wir als globale Gemeinschaft hier richtig was zusammenbewegen.

00:54:34: Ich glaube das ist das Stichwort zur Gemeinsschaft.

00:54:36: also es geht jetzt nicht darum, dass einer alleine irgendwas stemmt sondern, dass jeder irgendwo seine fünf Euro, zehn Euro oder whatever

00:54:45: dazu weiterkriegt.

00:54:46: Im letzten Jahr waren Menschen aus drei und fünfzig Ländern registriert sind insgesamt zusammen mehr als zwei Komma sieben Millionen Kilometer geradelt und haben mehr als eine Million Spenden, also USD, US Dollar zusammen gesammelt.

00:55:04: Das ist unser Ziel das dieses Jahr zu topen.

00:55:08: Stichwort Ziele.

00:55:10: da würde ich gerne zum Ende noch mit dir drauf blicken.

00:55:16: gibt es irgendwie so ja wie soll ich sagen Dinge die ihr jetzt noch nicht leisten könnt vor Ort die er aber gern leisten würdet?

00:55:25: Also dass ihr das Angebot weiter ausbauen könnte zum Beispiel, dass die Familien die Ersatzteile nicht selber zahlen müssen.

00:55:33: Sondern das man auch eben Spenden basiert machen kann?

00:55:35: oder wollt ja noch andere Projekte aufsetzen, die eben das Fahrrad als Mobilitäts- und Lebensqualitätsmittel in diesen Ländern noch stärker in den Fokus rücken?

00:55:47: gibt es da so?

00:55:48: Wenn du jetzt irgendwie träumen dürftest oder dir was wünschen dürfte, was wäre da ganz oben auf deinem Wunschzettel?

00:55:58: Eine Million Fahrräder da draußen über die letzten zwanzig Jahre, das hört sich nach einer sehr großen Zahl an und wir sind da auch mächtig stolz drauf.

00:56:06: Wenn man sich aber überlegt dass der Bedarf weltweit bei ungefähr eine Milliarde liegt,

00:56:12: dann wissen wir wie

00:56:14: viel wir noch zu tun haben?

00:56:16: Und dass das eigentlich erst der Anfang ist.

00:56:18: Wir sind in unserer Strategie, unsere strategischen Ausrichtung intensiv damit befasst, wie wir es schaffen zu skalieren.

00:56:30: Und das machen wir vor allen Dingen im Ausbau unseres Social Business also auch über Fahrradverkäufe vor Ort die natürlich auch ein Teil des Bedarfs dann decken.

00:56:47: aber es gibt so viele von diesen Menschen die es auch nicht schaffen sich für hundertfünfzig oder im Verkaufspreis dann ungefähr zweihundert Dollar in Sambian Fahrrad zu kaufen.

00:56:58: Die möten wir einfach weiter über unsere philandrophische Arbeit unterstützen.

00:57:05: Idealerweise schaffen wir es, Unternehmenspartner zu finden um wirklich Millionen Programme zu implementieren und das sind einerseits Unternehmen Partner hier in unseren Fundraising-Märkten die wirklich so ein Schiff schaffen, dass wir zum Beispiel in neues Land gehen können.

00:57:25: Wirklich Programmarbeit in einem komplett neuen Land starten.

00:57:28: Da braucht man eine richtig gute Anschubfinanzierung oder natürlich auch die Partner vor Ort, also andere Organisationen, die unsere Räder einsetzen in ihren eigenen Programmen weil die Wirkung ist unbestritten.

00:57:45: Viele brauchen das im Gesundheitsbereich, im Bildungsbereich und kaufen dann auch vor Ort die Räder von uns in großen Stückzahlen.

00:57:53: Und damit kommen natürlich große Schritte dann auch Voran.

00:57:56: Also Skalierung ist unser wichtiges Thema und sicherlich auch mein Traum einfach deutlich schneller und größer voranzukommen.

00:58:07: Das quasi die nächste... die zwei Millionen Marke nicht in den letzten zwanzig Jahren, sondern deutlich früher erreicht wird.

00:58:14: Exponenziales Wachstum würde man glaube ich in der Finanzwelt sagen.

00:58:20: Ja, ich hoffe dass wir dann auch vielleicht mit unserer heutigen Podcastfolge dazu was beitragen konnten.

00:58:26: wie gesagt... Ich habe es schon am Anfang gesagt das Format oder den Griff über Bicycle Relief, das kannte ich irgendwie schon so über die Jahre.

00:58:34: Aber ich habe mich da ehrlich gesagt nie wirklich mit befasst und ich finde hab jetzt unser Gespräch mal zum Anlass genommen, sich selber nochmal damit auseinanderzusetzen wie man sich da engagieren kann weil wenn jeder da irgendwo einen Beitrag leistet der nicht wehtut dann kommt halt eben was zusammen.

00:58:54: und Spenden ist ja immer... sage ich mal ein allgegenwärtiges Thema, aber warum das nicht in dem Thema machen?

00:59:04: Nämlich dem Thema Fahrrad was einem als Rennradfahrer oder Rennradsfahrerin sowieso sehr am Herzen liegt.

00:59:09: Also da hat man ja einen ganz anderen Bezug zu.

00:59:12: Klar hungernde Menschen woanders auf der Welt auch super wichtiges Thema kann man auch nie genug dagegen tun.

00:59:21: Aber schön gesagt!

00:59:22: Ja und wir sind dafür da mit unserem Team in Deutschland auch alle Ideen, individuelle Zusammenarbeit zu unterstützen.

00:59:36: Also wer eine Idee hat, wer sich beteiligen möchte, aktiv werden möchte kann sich gerne bei uns melden.

00:59:42: Wir haben

00:59:42: unser Team in deutschland um genau das zu begleiten und dann gemeinsam zu ermöglichen.

00:59:49: Dann würde ich sagen Ja, Happy World Bicycle Day nochmal an euch alle und nehmt den Tag zum Anlass vielleicht doch mal.

00:59:58: Zumindest geht es mir so darüber nachzudenken man ist ja als Rennerradfahrer doch eher oder das Hobby Renner Radfahren ist ja Pucher Luxus.

01:00:05: woanders bedeutet Fahrrad fahren aber eben Lebensqualität und Einkommenssicherung überhaupt überleben zu können.

01:00:15: Das ist zumindest die Botschaft die ich mir jetzt noch einmal ... in unserem Gespräch und auch schon... ...in Vorbereitung auf das Gespräch deutlich verinnerlicht habe.

01:00:23: Ich sage vielen Dank, Lena,... ...dass du uns die Initiative mal näher vorgestellt hast.

01:00:29: Und ja.

01:00:30: Sehr gerne!

01:00:31: Hoffe dass ihr eure Arbeit weiterhin so gut fortsetzen könnt wie bislang,... ...das ihr eure Ziele dir euch setzt erreichen könnt in den nächsten Jahren... ...und hoffentlich auch Jahrzehnten.

01:00:44: Ja.

01:00:44: Herzlichen Dank für das Gespräche, hat Spaß gemacht.

01:00:48: Happy World Bicycle Day an alle da draußen, man nimmt euer Fahrrad und macht was Schönes damit.

01:00:56: Ich freue mich.

01:00:58: Dem ist nichts hinzuzufügen!

01:00:59: Wir hören uns dann in zwei Wochen wieder voraussichtlich mit einer neuen Folge Faszination Rennrad dem Podcast des Roadbike Magazins.

01:01:08: Bis dahin!

Über diesen Podcast

Faszination Rennrad, das ist immer auch die Faszination der Geschwindigkeit, die wir aus eigener Kraft erreichen können. Ein Gefühl fast wie fliegen. Über diese Faszination sprechen wir im ROADBIKE-Podcast und über alles, was dazu gehört: über Trends bei Technik und Equipment, über Training und Wettkampf, über Traum-Pässe und -Strecken und nicht zuletzt über und mit den Protagonisten der Rennradszene.

von und mit ROADBIKE Magazin

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